Spiel

Wenn Menschen aus der Funktionalisierung und Zweckmäßigkeit ihres Handelns herausfinden, fangen sie an zu spielen. Wenn sie zu spielen beginnen, fangen sie an, kreativ zu werden. Es gibt keine Kreativität, die an die Funktionalität gekoppelt ist. Sobald ich einen bestimmten Zweck verfolge, bin ich nicht mehr frei in meinem Denken, dann kann ich auch nicht kreativ sein, sondern nur noch kombinieren. Für diese Art von Kombinationsleistungen lassen sich auch Maschinen programmieren.

Gerald Hüter

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Rausgehen

Rausgehen ist wie Fenster aufmachen.
Nur viel krasser.

Anonym

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zu Hause

Am besten man bleibt zu Hause und schützt sich vor Erlebnissen.

Anonym

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Umwege

Umwege erhöhen die Ortskenntnis.

Anonym

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Richtung

If you do not change direction
you may end up where you are heading.

Lao Tsu

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Schlüssel

Ich glaube, dass die Krankheiten Schlüssel sind,
die uns gewisse Tore öffnen können.
Ich glaube, es gibt gewisse Tore,
die einzig die Krankheit öffnen kann.
Es gibt jedenfalls einen Gesundheitszustand,
der es uns nicht erlaubt, alles zu verstehen.
Vielleicht verschließt uns die Krankheit einige Wahrheiten;
ebenso aber verschließt uns die Gesundheit andere oder führt uns davon weg,
so dass wir uns nicht mehr darum kümmern.
Ich habe unter denen, die sich einer unerschütterlichen Gesundheit erfreuen,
noch keinen getroffen,
der nicht nach irgendeiner Seite beschränkt gewesen wäre –
wie solche, die nie gereist sind.

André Gide

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Vertrauen

Wäre es uns möglich, weiter zu sehen, als unser Wissen reicht, und noch ein wenig über die Vorwerke unseres Ahnens hinaus, vielleicht würden wir dann unsere Traurigkeiten mit größerem Vertrauen ertragen als unsere Freuden. Denn sie sind die Augenblicke, da etwas Neues in uns eingetreten ist, etwas Unbekanntes; unsere Gefühle verstummen in scheuer Befangenheit, alles in uns tritt zurück, es entsteht eine Stille, und das Neue, das niemand kennt, steht mitten darin und schweigt.

Ich glaube, daß fast alle unsere Traurigkeiten Momente der Spannung sind, die wir als Lähmung empfinden, weil wir unsere befremdeten Gefühle nicht mehr leben hören. Weil wir mit dem Fremden, das bei uns eingetreten ist, allein sind, weil uns alles Vertraute und Gewohnte für einen Augenblick fortgenommen ist; weil wir mitten in einem Übergang stehen, wo wir nicht stehen bleiben können. Darum geht die Traurigkeit auch vorüber: das Neue in uns, das Hinzugekommene, ist in unser Herz eingetreten, ist in seine innerste Kammer gegangen und ist auch dort nicht mehr, – ist schon im Blut. Und wir erfahren nicht, was es war. Man könnte uns leicht glauben machen, es sei nichts geschehen, und doch haben wir uns verwandelt, wie ein Haus sich verwandelt, in welches ein Gast eingetreten ist. Wir können nicht sagen, wer gekommen ist, wir werden es vielleicht nie wissen, aber es sprechen viele Anzeichen dafür, daß die Zukunft in solcher Weise in uns eintritt, um sich in uns zu verwandeln, lange bevor sie geschieht. Und darum ist es so wichtig, einsam und aufmerksam zu sein, wenn man traurig ist: weil der scheinbar ereignislose und starre Augenblick, da unsere Zukunft uns betritt, dem Leben so viel näher steht als jener andere laute und zufällige Zeitpunkt, da sie uns, wie von außen her, geschieht. Je stiller, geduldiger und offener wir als Traurige sind, um so tiefer und um so unbeirrter geht das Neue in uns ein, um so besser erwerben wir es, um so mehr wird es unser Schicksal sein, und wir werden uns ihm, wenn es eines späteren Tages «geschieht» (das heißt: aus uns heraus zu den anderen tritt), im Innersten verwandt und nahe fühlen. Und das ist nötig. Es ist nötig und dahin wird nach und nach unsere Entwicklung gehen -, daß uns nichts Fremdes widerfahre, sondern nur das, was uns seit lange gehört.

Rainer Maria Rilke

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Herbst

Es knospt unter den Blättern.
Sie nennen es Herbst.

Hilde Domin

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