Notate tagsüber...

– Abgeschriebenes und Aufgeschriebenes –
Ablage für Ungereimtheiten und Gereimtes:
Gedanken, Gedichte und Zitate

Das Stille Gebet

In meinem Herzen nehme ich mein vollkommenes SEIN an.

Ich nehme von Herzen an, dass all die Freude,
die ich mir gewünscht habe, bereits in meinem Leben ist.

Ich nehme von Herzen an, dass die Liebe,
nach der ich mich gesehnt habe, bereits IN MIR ist.

Ich nehme von Herzen an, dass der Frieden,
den ich mir erhofft habe, bereits meine Realität ist.

Ich nehme von Herzen an, dass die Fülle,
die ich mir gewünscht habe, bereits mein Leben erfüllt.

In meiner eigenen Wahrheit nehme ich mein vollkommenes SEIN an.

Ich nehme die Verantwortung für meine eigene Schöpfung an,
Und für alle Dinge, die in meinem Leben sind.

Ich erkenne die schöpferische Kraft von SPIRIT, die in mir ist,
Und weiß, dass alle Dinge so sind, wie sie sein sollen.

In meiner Weisheit nehme ich mein vollkommenes SEIN an.

Meine Erfahrungen wurden von meinem Selbst sorgsam ausgewählt,
Und nun bewege ich mich in ihnen in ihrer Vollständigkeit.

Mein Pfad führt mich auf einer heiligen Reise mit einer göttlichen Absicht.
Meine Erfahrungen werden ein Teil von Allem-Was-Ist.

In meinem Gewahrsein nehme ich mein vollkommenes SEIN an.

In diesem Moment sitze ich in meinem goldenen Stuhl
Und weiß, dass ich ein Engel bin, voller Licht.

Ich blicke auf das Leben – das Geschenk von SPIRIT –
Und weiß, dass all meine Wünsche bereits erfüllt sind.

In Liebe für mich Selbst nehme ich mein vollkommenes SEIN an.
Ich lege keine Lasten oder Verurteilungen auf mein Selbst.

Ich nehme von Herzen an, dass alles in meiner Vergangenheit in Liebe gegeben wurde.
Ich nehme von Herzen an, dass alles in diesem Moment von der Liebe her kommt.
Ich nehme von Herzen an, dass alles in meiner Zukunft zu noch größerer Liebe führen wird.

In meinem SEIN nehme ich meine Vollkommenheit an.

And so it is.

– Tobias

Le ciel est, par-dessus le toit

Le ciel est, par-dessus le toit,
Si beau, si calme!
Un arbre, par-dessus le toit,
Berce sa palme.

La cloche, dans le ciel qu’on voit,
Doucement tinte,
Un oiseau sur l’arbre qu’on voit,
Chante sa plainte.

Mon Dieu, mon Dieu, la vie est là,
Simple et tranquille.
Cette paisible rumeur-là
Vient de la ville.

-Qu’as-tu fait, ô toi que voilà
Pleurant sans cesse,
Dis, qu’as-tu fait, toi que voilà,
De ta jeunesse?

– Paul Verlaine

Geißblatt

… Besonders im Sommer ist solch ein Siestaschlummer unzuträglich. Und gar bei offenem Fenster, wehrlos ausgesetzt dem Abgleiten in längst dahingegangene Juninachmittage: Duft aus Gärten, die es nicht mehr gibt. Auf den geschlossenen Lidern ein Licht, das durch andere Bäume gefiltert ist. Jalousiengedämpft ein Klang: die wunderlich friedvolle Polyphonie von ein paar Klavieren, auf denen nüchterne Kinderhände üben; Czerny, Clementi, vielleicht die Sonata facile mit unhastigen, trockenen Fehlgriffen, die sich stets wiederholen. Nicht quälend. Vielmehr von einem eigenartig bestrickenden, die Nerven befriedenden Zauber, den es heute auch nicht mehr gibt. Dazu ein Duft. Flieder und Akazien, Jasmin und Geißblatt. Besonders die süße, vulgäre Wildheit des Geißblatts. Und alles in einem besonderen Licht, das durch die gestreiften Markisen den Raum in ein Goldbraun taucht, das verhalten knistert wie ein Tierfell.

– Inge Merkel

Abendstern

Ich sah ein goldnes Haus
und einen Silberpfad
an einem blauen Meer.

Es hob sich vom Gestad
und schwebte mit Gebraus
ein Schwanenpaar daher.

Die Vögel sangen: Ich und du.
Wir haben uns so gern.
Du fragst, wo gehen wir zur Ruh?
Ich sag, im Abendstern.

– Albert Steffen

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